Gott sei Dank wieder ein Heimspiel, hier kennen wir jedes Staubkorn am Boden und wissen, wie wir gewinnen können, auch ohne uns übermäßig zu verausgaben. Dass der Sieg heute ziemlich ungefährdet war, kann der Leser schon am Halbzeitergebnis ablesen, dass wir eigentlich noch mindestens zehn Tore höher hätten gewinnen müssen, wissen alle, die in der Halle waren…
In der ersten Hälfte war fast jeder Wurf ein Treffer, Spielzüge funktionierten, die Stimmung bei den Spielern wuchs schon fast zu Euphorie und auch Henrik konnte mehr als die Hälfte aller Bälle parieren. Doch anstatt in der zweiten Hälfte so weiter zu machen, um etwas fürs Torverhältnis zu tun und vielleicht auch mal Selbstvertrauen fürs nächste Auswärtsspiel zu bekommen, wurde nun wesentlich nachlässiger gespielt, es wurden sich Würfe genommen ohne dass eigentlich wirklich ne Chance da war und dieselben landeten dann weit neben dem Tor oder direkt beim gegnerischen Torwart. Auch in der Abwehr wurde nun nicht mehr so konsequent zugepackt wie in den ersten dreißig Minuten. Man hatte zwar nie das Gefühl, dass der Sieg ernsthaft in Gefahr war, aber die spielerischen „Klasse“ der ersten Hälfte blieb unsere Mannschaft dann doch den Zuschauern schuldig.
Erst nachdem unsere Gäste dann wieder auf fünf Tore herangekommen war, besann man sich auf die alten Tugenden, zog kurzfristig das Tempo an und beim Stand von 29:20 in der 50. Minute war dann der Sieg in trockenen Tüchern. Wenn man genau nachrechnet, haben wir aber trotzdem die zweite Halbzeit mit 18:15 verloren. Aber zum Glück gibt es ja keine Punkte für einzelne Halbzeiten sondern nur für den Endstand…
Woran wir definitiv in den nächsten Wochen noch feilen müssen, ist die immer noch nicht ganz funktionierende Abstimmung in unserer Abwehr. |