Was hatten wir uns für dieses Derby gegen die Truppe von Anders Petersen nicht alles vorgenommen... kämpfen bis zum Umfallen, rennen bis die Lunge pfeift, Tore werfen bis die Anzeige nicht mehr mitkommt, aber irgendwie war da wohl noch eine Mannschaft mehr auf dem Feld, die die gleichen Vorsätze hatte und bei denen wohl am heutigen Tag alle mit dem richtigen Bein zuerst aufgestanden waren.
Bis zum 9:9 in der 20. Minute und auch noch beim Halbzeitstand von 11:13 gegen uns waren wir alle nicht unbedingt nervöser als sonst. Was uns wohl aus dem Konzept brachte, war eine Aktion, bei der Lars Hansen nach einem Wurf in den Kreis sprang und sowohl er als auch der bis dahin bärenstarke Torhüter unserer Gäste sich so verletzten, dass beide nicht weiterspielen konnten. Lars laboriert seitdem an einer Rippenprellung und der Torhüter hat sich wohl am Knie verletzt. Von dieser Stelle gute Besserung an Markus Botschenkow.
Die Harrisleer brachten nun Björn Vogeler im Kasten, den wir noch gut aus gemeinsamen HSG-Zeiten kennen. Leider konnte aber auch nicht ein einziger unserer Spieler aus dem Wissen über seine Schwächen Kapital ziehen. Eigentlich hätten alle nur oben werfen müssen, aber das war wohl an diesem Tag irendwie nicht möglich. Wie ein Magnet landeten die Bälle fast alle irgendwie immer wieder vor den Füßen von Björn, der dadurch natürlich immer sicherer wurde und am Ende sogar noch zwei Bälle aus dem Rückraum, die dann mal oben trafen, fast fangen konnte.
Über 17:20 in der 45. Minute wuchs unser Rückstand so auf 17:22 in der 50. Minute. Danach konnte wir uns nochmal auf 20:23 in der 55. Minute heran kämpfen, ab jetzt traf aber drei Minuten nur noch der HKUF, so stand es kurz vor dem Ende 20:28 und die letzten beiden Tore von uns waren nur noch Ergebniskosmetik.
Heute war zu erkennen, dass einem Teil unserer Mannschaft in den wichtigen Momenten noch die Erfahrung fehlt, ein so wichtiges und eigentlich enges Spiel noch zu kippen und zu gewinnen. Aber ich denke, im Verlauf der Saison werden wir auch dieses Manko noch in den Griff bekommen.
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